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Artikel-Schlagworte: „dm“

Eigentlich heißt diese Rubrik hier Rennbericht DM. Und wer hier alles zum Renngeschehen erfahren will, ist im Grunde auch richtig. Den Rennbericht vom heutigen 5. DM-Lauf – welcher im Baden-Württembergischen Reutlingen statt gefunden hat – wird es natürlich auch geben, aber zuerst sollte man den aktuellen Krankenbericht der Seitenwagen-Klasse (vorrangig der “A-Lizenz’ler Teams”) gelesen haben, um die am Ende des Tages feststehenden Ergebnisse besser zu verstehen bze. einordnen zu können. Vorab: das Wetter top, Vormittags Sonnenschein mit leichter Bewölkung und Nachmittags bei den beiden Wertungsläufen dann aber Sonne satt mit ca. 24°C. Die Rennstrecke wurde vom 1. MRC Reutlingen wie immer bestens präpariert, Diesen Beitrag weiterlesen »

Das sechste Aufeinandertreffen der Int. Deutschen Moto Cross Seitenwagenmeisterschaft führt die die Topteams der Gespann Szene und ihre Fangemeinde am 14.07.2013 nach Dolle, das 25 km nördlich von Magdeburg direkt an der Bundesstraße 189 liegt.
Der gastgebende Motorsportverein Dolle e. V. im ADAC hat sich nach den letzten 2 Jahren viele Meinungen der Aktiven angenommen und auch bedingt durch die neue DMSB Streckenabnahme einige Umbauarbeiten am Track durchgeführt. Damit soll speziell den Gespannen und auch den Quads im tiefsandigen Geläuf ein flüssigeres Fahren ermöglicht werden.
Der Club grenzte im hinteren Teilstück des ca. 1700 m langen Umlaufes, zwischen den Bäumen zwei schmale Passagen aus und konnte damit eine optimale Streckenbreite und eine langgezogene Linkskurve gewinnen. Als wesentliche Neuerung ist aber die Verlegung der Startanlage anzusehen. Ab 2013 starten die Fahrer in entgegengesetzter Richtung und biegen in eine 90 Grad Rechtskurve auf eine ca. 40 langen Geraden vorbei an der Helferbox. Dadurch verlängert sich auch die Zufahrt zu dem Sprunghügel an der Gegenseite der Zuschauertribüne und weiterhin konnte durch diese Änderung das Nadelöhr am Zielsprung beseitigt werden.
Um die Moto Cross Strecke „Im Dollschen Grund“ zu erreichen, biegt man an der Fußgängerampel auf der B 189 im Ort von Stendal kommend links und von Magdeburg aus rechts ab und folgt dem Weg ca. 1700 m. Dort befindet sich der Track auf der linken Seite.
Der Eintritt kostet 10 Euro. Kinder bis 12 Jahre haben kostenlos Zugang zur Strecke.
Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahre zahlen 3 Euro.
Am Samstagabend ab 20.00 Uhr findet auf der Bierterrasse eine Fahrer- und Helfer Party statt. (Text von MSV Dolle)

Samstag 15.08.12

Das Rudersberg immer eine Reise wert ist, zeigte sich auch in diesem Jahr. WM-Finale, das letzte Rennen einer langen Saison und 50 Teams sind am Start. In der Nacht von Freitag auf Samstag hatte es nochmal geregnet und am morgen noch genieselt. Pünktlich zum Freien Training der Gruppe A um 10h kam dann aber die Sonne zum Vorschein, und die Strecke war in einem perfekten Zustand. Aus deutscher Sicht erfreulich, dass insgesamt 9 Deutsche Teams am Start sind, darunter der nach seiner Verletzung wieder (halbwegs) genesene #8 Marko Happich zusammen mit seinem Beifahrer Martin Betschart. Ihr Debut gaben #831 Tobias Garhammer/Michael Klooz. Leider verdrehte sich Beifahrer Tino Warminski vom Team #88 Richter/Warminski bereits in der Pre-Quali bei der Landung nach einem weitern Sprung das Knie, so dass die beiden im Qualirace der Gruppe A dann nach fünf Runden aufgeben mussten. Auch war die Einteilung der Gruppen aus Sicht der Deutschen Teams etwas ungleich aufgeteilt, denn gleich sechs der neun Deutschen Teams waren in der Gruppe A. Am Ende konnten sich aber #8 Happich/Betschart mit einem tollen vierten Platz für die beiden Wertungsläufe morgen qualifizieren. Aber auch #50 Walter/Schelbert haben sich nun vollkommen aufeinander eingestimmt und lagen lange auf dem vierten Rang, mussten aber noch #8 Happich/Betschart und #4 Rupeiks/Strauss ziehen lassen, konnten sich aber mit einem tollen sechsten Rang qualifizieren. Pech hatten die beiden jungen Österreicher #68 Weiss/Schneider, die den undankbaren 13. Platz ins Ziel brachten, und so in die Last Chance mussten. Leider reichte es für #34 Faustmann/Koch als 15 ebenso wenig wie für #72 Prokesch/Hildebrand. Alle Deutschen Teams ausser Happich und Walter mussten in die Last Chance. Auch unsere WM-Debütanten #831 Garhammer/Klooz konnten am Ende mit ihrem 17 Platz doch recht zufrieden sein. Vor allem mit dem Wissen, doch immerhin einige Runden vor Daniel Willemsen gelegen zu haben. Denn das war die eigentliche Sensation. In der zweiten Runde verloren #1 Willemsen/Daiders in Führung liegend die Kontrolle über das Gespannt und überschlugen sich, so dass Beifahrer Lauris Daiders unter dem Gespann eingeklemmt lag, und sich dabei auch noch verhartk hatte. Bis die beiden das Rennen wieder aufnehmen konnten war das komplette Feld an ihnen vorbeigezogen. Mit ordentlich Wut im Bauch und mit über einer halben Runde Rückstand packte Daniel das Kriegsbeil aus und pflügte durchs Feld. Interessanter Weise liesen die Teams #1 Willemsen/Daiders wie bei einer Überrundung vorbei, zu groß war entweder die verwirrung schon in der vierten Runde überrundet zu werden. Aber wer will es den Teams verdenken, wenn der Niederländer, der extra für das WM-Finale wie in den letzten beiden Jahren mit einem grünen Gespann – inkl. komplett dunkelgrün lackiertem Motor (!!!) – und grünen Jerseys von hinten angestürmt kommt, dann macht man lieber Platz, zumal er so oder so an einem vorbei geht. Aber bei nur 20 Minuten Rennzeit war am Ende nicht mehr als der zehnten Rang für #1 Willemsen/Daiders drinnen. Für die beiden Wertungsläufe morgen bedeutet das aber das der WM-Führende aus der zweiten Reihe starten muss, während sein ärgster Verfolger #5 Bax/Stupelis als zweite ans Startgatter ziehen dürfen. Bei all der Aufregung um Willemsen ging der Laufsieg von #6 Adriaenssen/Verbrugge vor #3 Jan Hendrickx/Muceniks und den überraschend starken Schweden #19 Söderqvist/Gustavsson. Und #5 Bax/Stupelis gehen wie bereits erwähnt morgen nach #6 Adriaennsen/Verbrugge als zweite ans Startgatter, denn die beiden gewannen nämlich ihr Qualirace der Gruppe B ganz souverän vor #222 Hendrickx/Liepins. Ganz stark fuhren in der Gruppe B die Engländer #10 Millard/Millard, die vor #17 Brown/J.Chamberlain dritte wurden. Und als sechste kompletierten #24 Jenkins/D.Chamberlain das tolle Ergebnis der Englischen Teams. Dazwischen auf Rang fünf noch die beiden jungen Franzosen #138 Giraud/Musset. Die Vizemeister der int. Deutschen Meisterschaft dieses Jahr #14 Bürgler/Markert wurden nach einem nicht ganz optimalen Start am Ende sechste. Für die drei Deutschen Teams reichte es leider nicht. #71 Senz/Benning wurde vor #90 Blank/Moll 16. und #73 Herfelder/Daiß kamen auf Rang 20. ins Ziel. Pech hatte Johannes vonbun (A), der bei #94 David Keane aus England aufhalf, sie verloren die Sitzbank und mussten so aufgeben. In der Last Chance dann der Paukenschlag aus Deutscher Sicht. Die Saison angefangen als B-Lizenz-Fahrer im Deutschen Motocross Pokal, schaffen #831 Tobias Garhammer/Michael Klooz die Sensation und qualifizieren sich über die Last Chance für die beiden Wertungsläufe morgen. Ebenso aus Deutscher sicht schafften es #34 Faustmann/Koch, sich über die Last Chance zu qualifizieren. Und auch sehr erfreulich, schafften es auch die beiden jungen Österreicher #68 Weiss/Schneider, sich nach Roggenburg für einen WM-Lauf zu qualifizieren. Für #88 Richter/Warminski war nach einer Runde bereits schluss, das Knie von Beifahrer Warminski schmerzte zu sehr. Das wars für heute aus Rudersberg, es folgt am Abend noch die Fahrervorstellung.

Sonntag -16.09.12

Bei spätsommerlichen 23°C und strahlend blauem Himmel stand heute das WM-Finale in Rudersberg auf dem Plan, und Spannung ist garantiert. Das ein Holländisch/Lettisches Team Weltmeister wird stand bereits schon vorher fest, die Frage ist nur wird es #1 Willemsen/Daiders oder #5 Bax/Stupelis. Nachdem 10. Rang in der Quali gestern, mussten #1 Willemsen/Daiders aus der zweiten Reihe an den Start gehen. Den Start gewann überraschend #19 Söderqvist/Gustavsson vor #138 Giraud/Musset und #5 Bax/Stupelis. Aber bereits in der zweiten Runde schob sich Bax an beiden vorbei und übernahm die Führung. Lediglich die beiden jungen Franzosen #138 Giraud/Musset konnten halbwegs folgen und wurden am Ende mit 10sek. Rückstand zweite. Bereits am Start überschlugen sich #222 Jo.Hendrickx/Liepins und konnten nicht mehr weiter fahren. Angeblich hat der Rahmen sich bei dem Crash verzogen, und es wird jetzt fieberhaft versucht für den zweiten Lauf das Gespann wieder fit zu bekommen. In diesen Startcrash waren auch #6 Adriaenssen/Verbrugge verwickelt, diese hatten aber Glück und konnten weiter fahren und konnten am Ende Rang drei nach Hause bringen. Großes Pech hatten die beiden deutschen Teams #8 Happich/Betschart und #50 Walter/Schelbert. Nach einem tollen Start lagen #8 Happich/Betschart auf Rang fünf ehe in der Steilwand #10 Millard/Millard es innen versuchten und so Happich direkt vors Gespann fuhren. Das die Aktion nicht gut gehen konnte war schon im Ansatz zu sehen. Das ergebnis war dann, dass Happich und Millard sich verharkten und mitten im Kurvenausgang auf der Ideallinie standen. Die Engländer konnten sich relativ schnell wieder befreien und weiter fahren aber bei Happich war der Motor aus und beim Versuch diesen wieder zu starten kamen von hinten #50 Walter/Schelbert angerauscht und knallten ebenfalls in Happich/Betschart rein. Bis beide Teams wieder den Motor angetreten hatten war das ganze Feld an Ihnen vorbei gerauscht. Während #8 Happich/Betschart das Rennen wieder aufnahmen und sich noch bis auf den respektablen 16. Rang vorgekämpft hatten, war Martin Walter zu verärgert und fuhr zum Kräftesparen für den zweiten Lauf in die Helferbox. Aber auch für #34 Faustmann/Koch lief es nicht viel besser, denn gleich am Start standen sie zusammen mit #831 Garhammer/Klooz direkt hinter dem zweiten Startunfall in der ersten Kurve, wo sich die franzosen #934 Benil/Benil überschlugen und beide Deutschen Teams dahinter festhingen. So war am Ende mehr wie Rang 24. einfach nicht drinnen. Aber auch für die WM-Debütanten #831 Garhammer/Klooz war mit Rang 26 und dem sehen der Zielflagge der Lauf mehr als zufriedenstellend. Auch #14 Bürgler/Markert hatten mit einem etwas schlechten Start zu kämpfen und hingen dann lange Zeit hinter #24 Jenkins/D.Chamberlain fest konnten sich aber am Ende noch bis auf Rang sieben nach vorne arbeiten. Vor dem alles entscheidenen letzten Lauf in dieser Saison liegen #5 Bax/Stupelis nun 17 Pkt. hinter #1 Willemsen/Daiders.

Der zweite Lauf ist schnell erzählt, da er weit weniger spektakulär war wie der erste Lauf. Aber nicht minder spannend. Vom Start weg führten die beiden jungen Franzosen #138 Giraud/Musset vor #5 Bax/Stupelis und mit einem Raketenstart als dritte in Runde eins #10 Millard/Millard. Die beiden Franzosen konnten sich 6 Runden gegen die Angriffe von #5 Bax/Stupelis wehren, mussten die beiden dann aber doch ziehen lassen. Bei diesem Zwischenstand hätte Daniel Willemsen ein 13. Platz gereicht um den Titel zu gewinnen, er fuhr ein kontrolliertes Rennen und wurde am Ende achter. So feiert Daniel Willemsen seinen 10. WM-Titel. Herzlichen Glückwunsch zu der Leistung. #222 Jo.Hendrickx/Liepins konnten im zweiten Lauf am Ende mit Rang drei noch einen versöhnlichen Abschluss nach dem Ausfall im ersten Lauf, und konnte so am Ende seinen Cousin #3 Ja.Hendrickx/Mucenieks im Gesamtklassement überholen und wurde Gesamtvierter. Den Tagessieg holten sich mit zwei Laufsiegen #5 Bax/Stupelis. Am Ende fehlten 5 Pkt. zum WM-Titel. Unsere deutschen Teams hatten diesmal keinen so guten Start und mussten sich vom hinteren Mittelfeld nach vorne arbeiten. So wurden #8 Happich/Betschart am Ende 14. und #50 Walter/Betschart fielen kurz vor Schluss aus, nachdem bei einem Zweikampf Beifahrer Meinrad Schelbert sich wohl verletzt hat. Start wie in den letzten Jahren in Rudersberg waren die Engländer allen voran #17 Brown/J.Chamberlain die wie im ersten Lauf sechste und #10 Millard/Millard holten mit Rang vier ihr bestes Saisonergebnis. Ebenfalls keine Punkte gab es für #34 Faustmann/Koch die 23. wurden, sowie erwartungsgemäß für #831 Garhammer/Klooz, die aber den zweiten Lauf ebenso zu Ende fuhren was für die WM-Debütanten schon ein echter Erfolg ist. Damit verabschieden wir uns aus Rudersberg. Es bleibt noch die Team-EM am nächsten Wocchenende in Oss (Niederlande), bevor es in die lange Winterpause geht.

Samstag – 25.08.12

Regen, Regen, Regen….. Seit Donnerstag regnete es in Roggenburg ohne Pause. In der Nacht auf Samstag dann noch ein ordentliches Gewitter, aber pünktlich am Samstag morgen um 8.30h Ortszeit waren alle Wolken am Himmel verschwunden und die Sohne strahlte, und mit ihr die 46 angereisten Teams. Die Jury hatte in Absprache mit dem Veranstalter eine sehr steile Bergaufpassage aus der Streckenführung rausgenommen, und so die Strecke um ca. 200m verkürzt. Im Freien Training und der Pre-Quali war die Stecke noch sehr rutschig aber durch die Sonne war die Strecke dann rechtzeitig abgetrocknet und in perfektem Zustand. Aus deutscher Sicht erfreulich war, dass insgesamt fünf Teams den Weg nach Roggenburg gefunden hatten. Neben #37 Morch/Nicke und #50 Walter/Schelbert, waren auch #90 T.Blank/Moll, #34 Faustmann/Koch und auch #73 Hertfelder/Daiß am Start. Vor allem #73 Fabian Hertfelder, der sich beim GP in Genk am Hendgelenk verletzt hatte, war quasi nach Genesung ohne Trainng angereist. Mit dem Hintergedanken diesen GP als Training zu nutzen, ging das Team ohne jedliche Ambitionen an den Start. Mit ihrem WM-Debut im Jahr 2012 gaben die Italiener #97 Hotmar Pozzi/Marco Ceresa dem WM-Zirkus noch etwas südeuropäischen Flair. Die beiden schlugen sich tapfer, konnten sich allerdings leider nicht für die beiden Wertungsläufe am Sonntag qualifizieren. In der Gruppe A gab es weiter keine großen Überraschungen. #1 D.Willemsen/Daiders gewannen ihren Lauf souverän vor #6 Adiraenssen/Verbrugge und #3 Jan Hendrickx/Mucenieks. Der Lette Mucenieks war als Ersatz für den verletzten Tim Smeuninx (B) zu Jan Hendrickx gewechselt. Dessen Etamäßiger Fahrer #4 Maris Rupeiks konnte mit dem Schweizer Marius Strauss aber schnell einen Ersatzmann finden, und die beiden kamen auch auf Anhieb gut miteinander zurecht, was der fünte Platz im Qualirace bestätigte. Das gleiche galt auch für #3 Hendrickx/Mucenieks. Hinterher sagte Elvijs Mucenieks: “Wieder eine neue und vor allem gute Erfahrung für mich mit Jan zu fahren. Von Anfang bis Ende nochmal einen Tick schneller als mit Maris Rupeiks. Und als uns #11 Rozenhal/Rozenhal bedrängten, musste Jan ordentlich pushen. Das war dann doch eine ganze Ecke schneller und vor allem härter wie gewohnt. Aber ich freue mich sehr auf morgen, auch wenn es hart wird zwei Mal 30min.”, sprachs und schmunzelte dabei spitzbübig zu seinem Landsmann Lauris Daiders, der daneben stand und das Interview interessiert verfolgt hatte. Nach ein paar kurzen Worten auf Lettisch zwischen den beiden, meinte Elvijs Mucenieks noch abschließend: “Frag ihn mal, wie er seine Spazierfahrt heute fand”, und deutete zu Daiders. Ein junger symphatischer Kerl dieser Elvijs Mucenieks, der mit Sicherheit in naher Zukunft noch von sich reden machen wird. Mit einem guten neunten Rang, konnten sich #50 Walter/Schelbert direkt qualifizieren, während wie zu erwarten #73 Hertfelder/Daiß in die Last Chance mussten, dort aber gegen das doch recht starke Feld es nicht schafften einen der ersten sechs Plätze zu ergattern. Wesentlich spannender und vor allem dramatischer war es da im Qualirace der Gruppe B. Leider auch mit viel Drama aus deutscher Sicht. Vorab aber sei erwähnt, dass #222 Joris Hendrickx/Liepins einen ungefährdeten Start/Ziel Sieg heraus, vor #5 Bax/Stupelis, die nach einem schlechten Start sich erst von Rang sechs bis auf am Ende Rang zwei vorarbeiten mussten. Dabei schnappten sich #5 Bax/Stupelis nacheinander zuerst #14 Bürgler/Markert, die am Ende fünte wurden, danach waren #21 M.Willemsen/Eggink dran und zu guter letzt gingen sie mit einem äusserst sehenswerten Überholmanöver an #138 Giraud/Musset vorbei. Unsere Deutschen Teams #34 Faustmann/Koch und #37 Morch/Nicke lagen nach guten Starts Anfangs in den Top Ten. Am Ende reichte es für #34 Faustmann/Koch als zwölfte zur direkten Qualifikation. Pech hatten dagegen #37 Morch/Nicke, die eine Runde vor Schluss in einer rechtskurve vom Links-Gespann von #17 Brown/J.Chamberlain innen überholt wurden, dabei berührten sich die beiden Beiwagenräder und #37 Morch/Nicke wurden nach Aussen in die Bande gedrückt wo sie sich dann mit Fussraste einharkten und querstellten. So vielen sie leider bis auf Rang 13. zurück und hatten am Ende nur 1 sek. Rückstand auf den letzten direkten Qualifikationsplatz zwölf, den ja #34 Faustmann/Koch inne hatten. Diese hatten ganz geschickt kurz vor dem Ziel das Tempo rausgenommen und sich von den Führenden #222 Jo.Hendrickx/Liepins überholen lassen und dann direkt hinter diesen ins Ziel zu fahren. Ein riskantes Manöver, da wie bereits erwähnt direkt dahinter #37 Morch/Nicke angeflogen kamen, aber es zahlte sich aus. Eine weitere Runde hätten #34 Faustmann/Koch gegen #34 Morch/Nicke wahrscheinlich keine Chance gehabt, ihren Platz zu verteidigen. Des einen Freud, ist bekanntlich des anderen Leid, und so mussten #37 Morch/Nicke in die Last Chance. Dort konnten sie sich als dritte sicher für morgen qualifizieren. Aber ob Thomas Morch fahren kann ist mehr als fraglich. Denn bei dem kleinen Unfall im Qualirace, hatte sich Thomas Morch wieder das linke Knie verdreht und ein richtig heftiger Bluterguss war das Ergebnis. Morch kann kaum auftreten und hat sich vorerst in medizinische Behandlung begeben. In der Last Chance gab es dann doch noch zwei tolle Ergebnisse zu vermelden. Von ihren zahlreichen Fans frenetisch angefeuert, brannten die beiden jungen Österreicher #68 Weiss/Schneider eine Wahnsinnszeit in die Strecke, und qualifizierten sich sensationell als fünte für die beiden Wertungsläufe am Sonntag. Lange Jahre hat es gedauert, bis nach Bertram Martin wieder ein Österreicher bei einem WM-Lauf an den Start geht. Und mit etwas Glück feiern #90 Tobias Blank/Maximilian Moll morgen ihre WM-Premiere, denn als zweites Reserveteam übertrafen die beiden Youngster die eigenen Erwartungen. Entsprechend groß die Freude im gesamten Team. Damit ist der doch recht ereignisreiche Samstag zu Ende. Nun kommt das Abendprogramm in der Festhalle.

UPDATE: Die Verletzung von Thomas Morch ist doch ernster wie gedacht. Nachdem Thomas Morch im Krankenhaus war, stellten die Ärzte im Schienbein einen Haarriss fest, welcher aber etwas älter ist, vermutlich vom Abflug beim offenen Lauf in Bramberg vor einigen Wochen. zum Glück sind aber scheinbar keine Bänder betroffen. Viel schlimmer ist aber die Quetschung, und der daraus resultierende Bluterguss (siehe Bild rechts) der sich über fast das gesamte Bein erstreckt. Es besteht die Gefahrt, dass der Bluterguss den Muskel abdrückt und ihn so absterben lässt. Die Ärzte gaben Morch daher absolutes Startverbot. Das Team Morch ist auch bereits direkt am Sonntag morgen abgereist, damit Thomas Morch sich zu Hause in Torgau direkt heute noch in ärztliche Behandlung begeben kann. Bis zum GP-Finale in Rudersberg sollte die Verletzung aber hoffentlich wieder ausgeheilt sein. Wir wünschen an dieser Stelle eine schnelle Genesung und gute Besserung. 

Sonntag – 26.08.12

Nachdem es am gestrigen Abend wieder ordentlich geregnet hatte, zeigte sich der Sonntag morgen aber doch wieder von seiner guten Seite. Nur teilweise bewölkt mit vereinzelt Sonnenschein, versprach der Tag doch zumindest trocken zu bleiben. Wie bereits erwähnt, haben der Veranstalter und die Jury den in der Quali noch ausgeschlossenen Teil der Strecke heute wieder eingegliedert. Es geht also jetzt auch bis auf die Spitze des Berges auf der anderen Talseite, in dem die Strecke sonst ausschließlich verläuft. Die Auf- und Abfahrt zu diesem Berg ist mit eine der steilsten in dieser Saison, bereits im Warm up hatte sich das ein oder andere Team verschätzt und war mit zu wenig Schwung unterwegs und schaffte es geradeso und mit etwas anschieben des Beifahrers, den Berg hinauf. Die Teams hatten aber alle genug Zeit sich den neue Streckenteil anzuschauen und ihre Ideallinie zu finden. Den Start gewannen mal wieder #1 D.Willemsen/Daiders. Schon nach kurzer Zeit hatten sie einen respektablen Vorsprung herausgefahren, den sie dann bis ins Ziel sicher verwalteten, und somit den ersten Lauf gewannen. Dahinter mussten #5 Bax/Stupelis bereits wie gestern in den Qualiraces nach einen nicht so guten Start erst einige Plätze gutmachen, bis sie auf den zweiten Rang vorgefahren waren. Lange Zeit hielten #6 Adriaenssen/Verbrugge dagegen, mussten sich am Ende aber doch mit Rang drei dem Niederländisch-Lettischen Duo geschlagen geben. Hinter den ersten drei, reihte sich dann die berühmte Perlenkette auf und relativ schnell waren die Plätze im Mittelfeld verteilt. Sowohl #222 Jo.Hendrickx/Liepins als vierte, wie auch #138 Giraud/Musset als fünfte fuhren ein sehr einsames Rennen. #3 Jan Hendrickx mit seinem Aushilfsbeifahrer Elvijs Mucenieks lieferte sich einen ansehnlichen Kampf mit den beiden Tschechen #11 Rozehnal/Rozehnal, und konnte nach einem geschickten Überholmanöver dann den sechsten Platz nach Hause fahren. Es gab leider wenig Überholmanöver. Am sehenswertesten war da noch die Aufholjagd von #14 Bürgler/Markert, sich im Verlauf des Rennen um 5 Plätze bis auf elf am Ende des Rennens steigern konnten. Gleich am Start gab es einen kleinen Crah, die Leidtragenden waren die beiden Schweden #33 Stenborg/Nilsson, bei denen der Tank kaputt ging und das Benzin herauslief, so dass an eine Weiterfahrt nicht mehr zu denken war. Schade auch für #4 Rupeiks/Strauss, bei denen sich schon in der zweiten Runde der Mouse aus dem Reifen drückte, und sie es auf der blanken Felge nicht mehr bis zur Helferbox schafften. Auch die WM-Debütanten aus Österreich #68 Weiss/Schneider mussten das Rennen leider vorzeitig beenden, nachdem Beifahrer Patrick Schneider aus dem Seitenwagen gefallen war, und sich dabei leichte Blessuren zu zog. Für die beiden Deutschen Teams lief es leider auch nicht so wie vielleicht erhofft. #34 Faustmann/Koch mussten nach recht passablem Start Paltz für Platz abgeben und wurden am Ende 22. und gingen somit in der Punkteverteilung leer aus. #50 Walter/Schelbert konnten dagegen mit Rang 19 immerhin noch 2 Pkt. auf ihrem Konto verbuchen. Eine wirklich sehenswerte Aktion zeigte das Englische Team #17 Brown/J.Chamberlain. Bei der Landung nach einem Sprung löste sich der Notausschalter und der Motor ging aus. Beifahrer Josh Chamberlain zog Geistesgegenwärtig die Kupplung, und lenkte das weiterrollende Gespann um die nächsten zwei Kurven, während Fahrer Stuart Brown sich nach unten bückte, um den Notausschalter wieder einzuharken und den Motor neu zu starten. All dies geschah während das Gespann noch in Bewegung war und rollte, und kostete das Team am Ende so nur einen Platz. Aber ein gutes Teamwork war dies allemal, Respekt.

 

Im zweiten Lauf hieß es dann sprichwörtlich:“ Spiels noch einmal, Daniel…“. Wieder mit dem Hole-Shot: #1 D.Willemsen/Daiders. Wieder ein ungefährdeter Start/Ziel Sieg: #1 Willemsen/Daiders. Hinterher schelmische Freude bei Daniel Willemsen, der sichtlich zufrieden und vor allem Glücklich über die zwei Laufsiege heute war. Im Gesamtklassement baute er damit seinen Vorsprung auf #5 Bax/Stupelis auf nunmehr 24 Punkte aus. Dies bedeutet, dass wenn #1 Willemsen/Daiders in den beiden letzten Wertungsläufen in Rudersberg (D) nur einen Punkt mehr holen wie #5 Bax/Stupelis, dann sind Daniel zum zehnten und Lauris Daiders zum ersten Mal Weltmeister. Einen Sahnestart hatten #14 Bürgler/Markert, die als dritte hinter #21 M.Willemsen/Eggink aus der ersten Runde kamen und dann sogar die beiden Niederländer noch überholen konnten und für zwei Runden auf Rang zwei lagen. Doch gegen die schnelleren Rechtsausleger #5 Bax/Stupelis, sowie #222 Jo.Hendrickx/Liepins und schließlich auch #6 Adriaenssen/Verbrugge hatten sie wenig auszurichten. Dennoch hielten sie sich zunächst auf einem respektablen fünften Rang, bis Andy Bürgler in einer 90° Rechtskurve den Motor abwürgte und es über eine Runde dauerte bis Beifahrer Markert dann den Motor für den bereits entkräfteten Bürgler wieder angetreten hatte. Sehr schade, denn bis dahin waren die beiden super unterwegs und Rang vier am Ende wäre sonst locker drin gewesen. So kamen sie am Ende nur auf Rang 21 und ohne Punkte in Ziel. Aber auch für #21 M.Willemsen/Eggink ging es nach Rang zwei in der ersten Runde noch bis auf Rang sieben zurück. Trotzdem ein gutes Ergebnis für die beiden symphatischen Holländer. Aber auch #3 Jan Hendrickx schlug sich mit seinem kurzfristig eingesprungenen Beifahrer Elvijs Mucenieks recht achtbar aus der Affäre. Nach Rang sechs im ersten, war es dann am Ende Rang fünf im zweiten Wertungslauf. Eine echte Überraschung an diesem Wochenende waren die beiden Engländer #24 Jenkins/D.Chamberlain, die mit insgesamt 23 Pkt. zwei mal in die Top 12 fuhren so ihre beiden besten Saisonergebnisse einfuhren. Im allgemeinen war der Kurs in Roggenburg für die Linksausleger-Gespanne eher gelegen. Schade, dass unser deutscher Topfahrer #8 Marko Happich auf seiner Abschiedstour hier nicht mit am Start war. Für die anderen deutschen Teams verlief der zweite Lauf durchwachsen. Während #34 Faustmann/Koch als 22. wieder keine Punkte holen konnten, steigerten sich #50 Walter/Schelbert nochmals und wurden 16. Leider kamen die beiden deutschen Youngster #90 T.Blank/Moll nicht zu ihrem erhofften ersten WM-Einsatz, denn alle Teams gingen auch im zweiten Lauf an den Start, so dass sie wieder zurück ins Fahrerlager geschickt wurden und einpacken konnten. Trotzdem war es für das junge Team ein toller Erfolg sich überhaupt qualifiziert zu haben. Beim WM-Finale in Rudersberg, wollen die beiden den nächsten Anlauf starten. In Rudersberg kommt es nun auch zum Showdown in der WM. Während #1 D.Willemsen/Daiders und #5 Bax/Stupelis den Titel unter sich ausmachen werden, kämpfen noch drei Teams um den dritten Gesamtrang. Die besten Aussichten haben #6 Adriaenssen/Verbrugge und #222 Jo.Hendrickx/Liepins, die vor dem Finale zwei mickrige Pünktchen trennen. Zehn Punkte dahinter hofft #3 Jan Hendrickx, der die Saison mit Elvijs Mucenieks beende wird, noch auf einen Ausfall seiner Kontrahenten. Für Jan Hendrickx ist dieser GP erst der zweite überhaupt in seiner 12jährigen Karriere gewesen, an dem er mit einem anderen Beifahrer als Tim Smeuninx gefahren ist. Damit verabschieden wir uns aus Roggenburg, danken dem Veranstalter für einen wirklich perfekt organisierten Event, und empfehlen jedem am 15./16.09.12 nach Rudersberg zu kommen, denn dort wird es mit Sicherheit ein Herzschlagfinale geben.

Datum: Sonntag der 19.08.12. Ort: Geisleden. Event: Finale int. DM und Deutscher Motocross-Pokal. Wetterlage: Sonne 36°C im Schatten. Anzahl der Teams: 20. So lesen sich die wichtigsten Informationen zum heutigen Tag. Die int. DM ist bereits seit dem letzten Lauf in Strassbessenbach entschieden, die beiden Letten #2 Janis und Lauris Daiders haben ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigt. Auch die Vizemeister stehen bereits fest, #14 Andy Bürgler (CH)/Raphael Markert (D). Auf den dritten Gesamtrang haben noch insgesamt drei Teams, die heute vor Ort sind, die Chane, dabei gilt es allerdings mindestens 24 Punkte zu sammeln, um die momentan noch auf Rang drei liegenden #8 Marko Happich (D)/Martin Betschart (CH) zu überholen. Marko Happich ist zwar auch samt Gespann in Geisleden und hatte auch gemeldet, da aber sein Beifahrer Martin Betschart nicht mit einer so schnellen Genesung von Marko gerechnet hatte und bereits Roland Suter (CH) für die Schweizer Meisterschaft für heute zugesagt hatte, konnte Marko nicht starten. Des weiteren sagte Marko auf Nachfrage der Redaktion, dass er erst seit Donnerstag die Armstütze abgelegt hat. Jedoch hätte er es gerne probiert zu fahren. Dies wäre allerdings für Martin Betschart sehr fragwürdig gewesen, extra wegen 30min Samstags-Training aus der Schweiz nach Geisleden zu kommen, und dann im schlimmsten Fall hätten sie Sonntag nicht starten können, weil es nicht gegangen wäre. Das war Martin Betschart dann doch zu aufwendig und zu riskant, daher einigte man sich, nicht zu starten. Im Interview sagte dann selbst Marko im Nachhinein, dass es vielleicht doch gar nicht so schlecht sei, nicht zu starten, um nicht mit falschem Ehrgeiz wieder einen Rückschlag zu erleiden. Und auch nächste Woche beim WM-Lauf in Roggenburg wird Marko Happich daher nicht an den Start gehen sondern weiter Aufbautraining machen, um dann für das WM-Finale in Rudersberg im September fit zu werden, denn dort wird er definitiv starten mit Martin Betschart an den Start gehen und seinen großen Abschied bekommen. Martin wird dagegen wie bereits in Kegums (Lettland) mit dem Schweden Robert Gustavsson in Roggenburg zusammen fahren. Als Verabschiedung hier in Geisleden hatte sich der Veranstalter – der im übrigen wieder einen sensationellen Event auf die Beine stellte – für die Fans was besonderes ausgedacht. Zusammen mit seinem ehemaligen Beifahrer Meinrad Schelbert (CH) fuhr Marko eine langsame Ehrenrunde und erhielt von allen Zuschauern und allen weiteren anwesenden Rennfahrern aller anderen Klassen einen großen Beifall gespendet. In einem Interview mit Streckensprecher Jörg Stolz bedankte sich Marko nochmals für die vielen tollen Jahre in Geisleden, und versprach dem 1. Vorsitzenden Hartmut Lerch, als Zuschauer gerne wieder nach Geisleden zu kommen. Das Angebot in der Zukunft als Co-Kommentator von Streckensprecher Stolz zu fungieren, lehnte Marko Happich mit einem Lächeln ab. Für viele Worte ist der symphatische Naumburger nicht gerade bekannt. Schade, dass nur 20 Teams den Weg nach Geisleden auf sich genommen haben. Dies ist aber auch der Tatsache geschuldet, dass gerade die internationalen Teams nach der langen “Ost-Tour” in der WM in den letzten 4 Wochen, mal wieder das eigene Heim sehen möchten, und dass die DM ja bereits entschieden ist. Die Teams #14 Bürgler/Markert und #34 Faustmann/Koch sind als einzige vom WM-Lauf in Kegums (Lettland) letztes Wochenende direkt hier angereist und nun schon seit 4,5 Wochen on Tour. Spannend wird es allerdings in der B-Lizenz bzw. dem Deutschen Motocross-Pokal werden, denn hier streiten sich noch drei Teams um die ersten drei Plätze. #83 Garhammer/Benning haben 12 Punkte Rückstand auf das heutige Geburtstagskind #111 Dirk Schmelzer mit Beifahrer John Karnatz. In Lauerstellung dahinter #69 Nick Uhlig/Philipp Oettel.

Bevor es an das Startgatter zum 1. Wertungslauf ging, teilte der Rennleiter den Teams im Vorstart mit, dass man aufgrund der großen Hitze die Laufzeit in beiden Wertungsläufen auf 25min + 2 Runden verkürzt wird. Eine recht sinnvolle Handlung der Rennleitung, um die Sportler einfach etwas zu schonen. Den Start gewann dann fast ein junges Nachwuchsteam, das hinterher mehr als überrascht ob seines Raketenstarts waren. Gejagt von #50 Walter/Betschart bogen #90 Tobias Blank/Maximilian Moll als zweite um die 180° Kurve nach dem Start und gingen als dritte hinter #14 Bürgler/Markert auf die Stercke. Doch gegen die Top-Teams hatten sie dann letzlich keine Chance. Mit Rang sieben fuhren die beiden jungen Baden-Württenberger aber ihr bestes Ergebnis in der DM heraus. Aber auch #50 Walter/Schelbert konnten ihre Führung lediglich in den ersten zwei Runden behaupten, denn dann kam von hinten der Schweizer #14 Andy Bürgler angeflogen und übernahm die Führung. Ab da fuhren #14 Bürgler/Markert ein einsames Rennen und gewannen ungefährdet den ersten Lauf. In Abwesenheit der internationalen WM-Teams zeigte sich nun wer die Top-Teams aus Deutschland sind, und so konnten #37 Morch/Nicke mit Rang zwei auch ihr bestes Saisonergebnis einfahren, und bei ihrem “Heimrennen” (Thomas Morch startet für den MSC Geisleden) auf Treppchen fahren. Die einzigen und spannenen Duelle spielten sich im Mittelfeld ab, wo #88 Richter/Warminski sich lange gegen die Niederländer #12 Jan und Jeroen Visscher behaupten mussten, um am Ende Rang fünf nach Hause zu fahren. #12 Visscher/Visscher hatten allerdings ab der Mitte des Rennens mit technischen Problemen (der Auspuff löste sich unüberhörbar) zu kämpfen und wurden so am Ende noch durch die Phone-Messung mit einer Strafminute belegt, was am Ende Rang 11 für die beiden Niederländer bedeutete. Nutznieser waren dadurch #71 Senz/Leskow, die mit Rang sechs ebenfalls ihr bestes Saisonergebnis einfuhren. Pech hatten die Lokalmatadoren #72 Prokesch/Hildebrand, die ja direkt aus Geisleden kommen, sie mussten bereits in der zweiten Runde an die Box und das Vorderrad wechseln und kamen so nur noch auf Rang 16. An der Spitze aber war für ordentlich Spektakel gesorgt. Nach dem tollen Start blieb am Ende für #50 Walter/Schelbert mit Rang drei zwar auch ein super Ergebnis, aber es hätte durchaus auch etwas mehr drinnen sein können. Nach einem eher mäßigen Start fuhren #34 Faustmann/Koch noch bis auf Rang vier nach vorne. Somit ist der Dreikampf um den 3. Gesamtrang voll entbrand und die Entscheidung fällt im letzten Wertungslauf dieser Saison. #34 Faustmann/Koch haben vor dem letzten Saisonlauf noch 3 Pkt. Vorsprung auf #37 Morch/Nick, diese wiederum liegen noch 2 Pkt. vor #50 Walter/Schelbert. Für Spannung ist also gesorgt. Das gleiche gilt auch für die Entscheidung in der B-Lizenz Wertung (Deutscher Motocross-Pokal). Mit einem tollen zehnten Rang konnten #83 Garhammer/Benning ihre Rückstand auf #111 Schmelzer/Karnatz bis auf 7 Pkt. verkürzen. Auch hier wird sich die Meisterschaft im aller letzten Saisonlauf entscheiden. Sogar #69 Uhlig/Oettel haben noch theoretische Chancen auf den Sieg in der Gesamtwertung, aber der dritte Platz ist ihnen bereits sicher.

Und die Dramatik bei dieser Hitzeschlacht war dann auch wirklich nicht zu überbieten. Schauen wir zuerst in die Pokalwertung. Da fuhren #83 Garhammer/Benning ein Wahnsinns Rennen und lagen bis zur letzten Runde auf einem sensationellen sechsten Rang, ihre Widersacher #111 Schmelzer/Karnatz waren auf Rang 13. Tobias Garhammer fuhr ein äusserst kluges Rennen, kontinuierlich ein uns das selbe Tempo. Er lies sich dabei auch nicht von den anderen Teams die Anfang des Rennes an ihnen vorbeizogen. Denn nach etwas mehr als der Hälfte des REnnens hatte die ihr Pulver verschossen und waren buchstäblich platt. Platz für Platz kamen #83 Garhammer/Benning nach vorne bis auf besagten Rang sechs. Dies hätte für den Sieg im Pokal mehr als gereicht, und wäre die mit Abstand beste Plazierung in einem Rennen mit internationaler Beteiligung gewesen. Doch dann in der letzten Runde, quasi 500m vor dem Ziel ereilte die beiden Pechvögel ein Reifenschaden am Hinterrad (Reifen war geplatzt), so dass eine Weiterfahrt nicht mehr möglich war, und sie ausschieden. Zu allem Überfluss zogen so die Drittplazierten #69 Uhlig/Oettel im Gesamtklassement auch noch an ihnen vorbei, und wurden so Vizemeister im Deutschen Motocross-Pokal. Für #83 Garhammer/Benning bleibt somit nur der Dritte Rang. Trotzdem ein tolles Ergebnis aller Teams bei der Premiere der Serie des Deutschen Motocross Pokals. Die Tageswertung in der Pokal-Wertung gewannen #69 Uhlig/Oettel vor #101 Schlehan/Schmidt und #111 Schmelzer/Karnatz. Die Gesamt-Sieger jedenfalls feierten ausgelassen im Ziel mit einem “Flachköpper-Bauchplatscher” im Schlamm (siehe Fotogalerie). Hierbei sei nochmals der Veranstalter MSC Geisleden lobend erwähnt. Im Zielbereich hatten sich Vereinsmitglieder mit Wasserflaschen und Wasserschlauch positioniert, und alle Fahrer/Beifahrer aller Klassen wurden im Ziel direkt abgespritzt und mit Wasser versorgt. Ein toller Service des MSC Geisleden. Der zweite Lauf hatte aber noch mehr Höhepunkte. Der Beginn war zwar wie im ersten Lauf und #14 Bürgler/Markert machten mit einem Start/Ziel Sieg auch den Tagessieg fest, dahinter zuerst auch das gleiche Bild, ab der dritten Runde #37 Morch/Nicke auf Rang zwei, dicht gefolgt von #50 Walter/Schelbert und mit etwas Abstand #34 Faustmann/Koch. Vier Runden vor Schluss dann aber das Drama bei #37 Morch/Nicke. Im hinteren Teil der Strecke versagte die Kupplung ihren Dienst. Thomas Morch schaffte es aber noch irgendwie den zweiten Gang reinzuknallen und nahm das Rennen auf Rang fünf wieder auf, und schnappte sich sogar noch #37 Faustmann/Koch und wurde so am Ende dritter. Wie angekündigt ging es aber noch sehr spannend zu, um den dritten Gesamtrang in der int. DM. Und hier reichten die zwei vierten Plätze von #34 Faustmann/Koch um mit 1 Pkt. (!!!) Vorsprung, vor den Punkgleichen #50 Walter/Saam/Schelbert und #37 Morch/Nicke Gesamtdritte in der int. DM zu werden. #50 Martin Walter wurde aufgrund der Tatsache, dass er über die Saison gesehen zweimal zweiter wurde, dann trotz Punktgleichheit mit Thomas Morch (nur einemal zweiter) vierter im Gesamtklassement. Mit zwei tollen fünften Rängen wurden #88 Richter/Warminski am Ende noch Tagesfünte, hinter #34 Faustmann/Koch. Der große Pechvogel des heutigen Tages war #13 Jürgen Blank, der mit seinem symphatischen Beifahrer Bruno Kälin (CH) in beiden Läufen ausschied. Gefährlich war dabei der Ausfall im zweiten Lauf, denn in der Einführungsrunde riss der Tank, was Jürgen Blank dann aber erst kurz nach dem Start merkte, als er plötzlich komplett mit Benzin voll war. In dieser Situation weiter zu fahren, wäre reiner Selbstmord gewesen. Ein Tropfen Benzin auf den heißen Motor und das ganze Gespann samt Fahrer und Beifahrer hätte in Flammen gestanden. Bereits im ersten Lauf mussten #13 Blank/Kälin mit technischem Defekt aufgeben. Abschließend bleibt zu sagen, dass die Saison geprägt von vielen spannenden Rennen, im großen und ganzen sehr erfolgreich für die Deutschen Teams war. Viele junge Fahrer und Beifahrer konnten sich im Vergleich zum Vorjahr steigern. Einige sammelten sogar ihre ersten Erfahrunge im WM-Zirkus. Das war es damit für das Jahr 2012 in der internationalen Deutschen Meisterschaft und des Deutschen Motocross-Pokals.

22. September 2012
08:00bis18:00

 

MSC Drabenderhöhe-Bielstein e. V. im ADAC

MSC Drabenderhöhe-Bielstein e. V. im ADAC • Postfach 2101 • D-51662 Wiehl-Bielstein

An alle Seitenwagen Fahrer

 


                                

 

                                      MSC Drabenderhöhe-Bielstein e. V.

Postfach 2101

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www.msc-bielstein.de

 

 

 

Bankverbindung:

Volksbank Oberberg eG

BLZ: 384 621 35, Konto-Nr. 100 232 014

Steuernummer: 212/5756/0230

USt.-ID-Nr.: DE 122531718

 

                                                                                                             Bielstein den 2 August 2012

 

 

 

Der MSC Drabenderhöhe – Bielstein  veranstaltet  im Rahmen des

 

           ADAC Nordrhein MX – Cup      und     Seitenwagen Veteranen Cup

 

                         am Samstag den 22 September 2012

 

           

           einen      “ Seitenwagen Pokallauf Open “

 

 

zugelassen sind alle Seitenwagen die den Technischen Bestimmungen des DMSB entsprechen.

 

 

Nenngeld :  35,– Euro je Gespann

 

Nennschluß :   7 September  2012

 

Die Starterliste wird am 10 September auf der Homepage des MSC Bielstein veröffentlicht.

Ist euer Name auf der Starterliste gilt dieses als Nennbestätigung.

 

Die Nennung sendet ihr bitte an :   Udo Hess       

                                                        Bleifeld 31

                                                        51503 Rösrath

                                                        Oder per Mail an :     info@msc-bielstein.de

                                                        Oder per Fax an  :     02205 / 913933

 

Bitte beachtet das nur Nennungen berücksichtigt werden die das Nenngeld auf das oben angegebene Konto bis zu 7 September überwiesen haben.  Leider können wir nur 30 !!!!!

Startplätze vergeben.

Der Vorstand

Zum 6. DM-Lauf in Strassbessenbach waren 27 Gespanne gekommen, um um Punkte für die int. Deutsche Meisterschaft und den Deutschen Motocross-Pokal zu kämpften. Der Veranstalter hat wie immer wieder ein Musterbeispiel an perfekter Streckenpräperation an den Tag gelegt. Für den im nächsten Jahr anstehenden WM-Lauf, musste die Strecke an einigen Stellen breiter gemacht werden, und auch ein klein wenig umgebaut. Soviel zu den neuen FIM-Verordnungen. Allerdings für die Mitglieder des MSC Strassbessenbach kein Problem. An den sogenannten “Treppenstufen” kann man nun problemlos mit drei Gespannen nebeneinander hoch wie runter fahren. Wie bereits in der Sondermeldung am Donnerstag vermeldet, hatte der 9-fache Weltmeister #1 Daniel Willemsen (NL) nachgenannt um hier mit seinem neuen Beifahrer Lauris Daiders (LV) das erste Mal zusammen zu fahren und quasi unter Wettkampfbedingungen zu trainieren. Aber auch für #2 Janis Daiders hieß es trotz, dass sein Bruder nun bei Daniel Willemsen mitfährt, dass er an den Start gehen kann. Denn der Lettische Topbeifahrer Elvijs Mucenieks, normal der Passagier von #4 Maris Rupeiks (LV), stieg zu Janis Daiders ins Boot, um den Titel zu verteidigen. Bereits im Freien Training und auch in der Quali zeigte sich, dass die beiden Topfahrer trotz des kurzfristigen Beifahrerwechsels sich schnell und gut drauf einstimmten, denn sie fuhren dem Rest des Feldes davon. Daniel Willemsen hatte bereits im letzten Jahr beim WM-Lauf in Strassbessenbach, damals mit Ondrej Cermak (CZ), einen Aushilfsbeifahrer im Boot und das Feld trotzdem dominiert. So auch in diesem Jahr. Mit über 3sek Vorspung holten sich #1 Daniel Willemsen /Lauris Daiders die Pole Position vor #2 Janis Daiders/Mucenieks und #14 Andy Bürgler (CH)/Raphael Markert (D). In Abwesenheit von Marko Happich (D), sind #14 Bürgler/Markert dieletzten Konkurenten von #2 Daiders/Muceniks, die noch Chancen auf den DM-Titel haben. Wenn allerdings #2 Janis Daiders nach den heutigen beiden Wertungsläufen 5 Pkt. mehr holen sollte wie #14 Bürgler/Markert, dann wäre Janis Daiders vorzeitig Deutscher Meister 2012 und hätte vor den letzten beiden Wertungsläufen in Geisleden am 19.08.12 dann 50 Pkt. Vorsprung bei noch zu vergebenen 50 Pkt. Auch wieder am Start sind #37 Thomas Morch (D)/Stefan Nicke (D). Nach seinem Schlüsselbeinbruch in Kramolin (CZ) vor zwei Monaten ist Beifahrer Stefan Nicke wieder soweit fit, dass sie es zumindest versuchen wollen, ob die Schulter hält. Zu kämpfen hat aber auch Beifahrer Tino Warminski (D) vom Team #88 Axel Richter. Ihn plagen stechende Schmerzen in den Oberarmen, die wahrscheinlich vom Rücken her ihren Ursprung haben. Daher hat das Team im freien Training und der Quali nur wenige Runden gedreht um Kräfte für die beiden Wertungsläufe zu sparen. Denn bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen um angenehme 23 Grad, werden es sicherlich zwei sehr interessante aber auch anstrengende Läufe auf der harten Rennstrecke.

Den Start zum 1. Wertungslauf gewinnen #1 Willemsen/Daiders vor #2 Daiders/Mucenieks. Und bis ins Ziel bleibt es auch bei dieser Reihenfolge. #1 Willemsen/Daiders kontrollieren das Feld nach belieben und gewinnen mit gut 27sek Vorsprung. Dahinter allerdings gab es spannende Duelle. #36 Andreas Clohse (B)/Marco Godau (D) waren lange Zeit dritte gewsen, mussten sich aber nach hartem Kampf am Ende doch noch #14 Bürgler/Markert geschlagen geben, die damit dritte wurden. Dafür war allerdings ein hartes Stück Arbeit nötig. Denn nach der ersten Runde kamen #14 Bürgler/Markert nur als sechste wieder zurück. Pech hatten #50 Martin Walter (D)/Meinrad Schelbert (CH) die lange auf einem guten vierten Rang lagen, aber dann 5 Runden vor Schluss mit defekter Zündung ausfielen. #37 Morch/Nicke, die vom Ausfall Walters profitierten und somit noch auf Rang 5 vorgespült wurden, übertrafen die Erwartungen deutlich. Der fünfte Rang war der Lohn für den erfolgreichen Kampf gegen das Holländische Team #12 Visscher/Visscher, die sie bis ins Ziel auf Distanz halten konnten. Dafür, dass das Team aufgrund Stefan Nickes Verletzung eigentlich ein wenig langsam machen wollte, ist dies ein sehr gutes Ergebnis. Entsprechend glücklich waren die beiden auch im Ziel, wo Tommy Morch die Arme in den Himmel streckte und ein Jubellied anstimmte. Aber auch #88 Richter/Warminski freuten sich über ihren tollen neunten Rang, der Angesicht der Verletzung von Beifahrer Warminski, der sichtlich gehemmt fuhr, doch mehr als achtbar ist. Die Basis dafür war allerdings der sehr gute Start der beiden, die in den ersten beiden Runden auf einem sentationellen fünften Rang lagen, sich dann aber doch noch einigen Teams geschlagen geben mussten. Im Mittelfeld spielte sich eigentlich das meiste Geschehen dieses 1. Wertungslaufes ab, denn da gab es die schönsten Duelle und Plazierungskämfe, denn die Spitze fuhr bis Rang acht – den sich #34 Faustmann/Koch sicherten knapp vor den starken Schweizern #147 Boller/Wälti – jeweils mit sicherem Abstand von 10 oder mehr Sekunden Abstand. Gleich 5 Teams bekämpften sich um die Positionen zwölf bis 17. Schade auch für das B-Lizenz Teams #24 Carfi/Goldschalt, deren Zündung auf dem Weg vom Vorstart ans Startgatter den Dienst quitierte. Damit ist der Tag für das junge Team aus Beuern leider gelaufen.

Der Start zum 2. Wertungslauf verlief ähnlich, nur diesmal waren #2 Daiders/Mucenieks die Gewinner des Hole-Shots. Doch #1 Willemsen/Daiders konnten bereits in der ersten Runde an den beiden vorbei, als #2 Daiders/Mecenieks an den Bergauf-Treppen sich verschalteten und dadurch zurück vielen, ihren zweiten Platz aber knapp vor #36 Clohse/Godau halten konnten. Doch in der achten Runde dann musste Daniel Willemsen an die Box, der Bremsschlauch der Hinterradbremse war abgerissen. Kurzerhand wurde in der Box der Schlauch gekappt und Daniel fuhr das restliche Rennen nur mit der Vorderradbremse zu Ende (!!!). Und mit einem Husarenritt und fast einer halben Runde Rückstand fuhren #1 Willemsen/Mucenieks dann noch bis auf den dritten Rang nach vorne. An der Spitze profitierten #2 Daiders/Mucenieks und #14 Bürgler/Markert – die nach der ersten Runde noch auf Rang sieben lagen (!!!) – die dadurch am Ende nach vorne gespült wurden. Mit diesem Laufsieg sicherte sich #2 Daiders/Mucenieks den Titel in der int. Deutschen Meisterschaft. Mit nun 50 Pkt. Vorsprung vor #14 Bürgler/Markert und bei nur noch zwei ausstehenden Wertungsläufen, kann selbst bei zwei Laufsiegen von Bürgler/Markert nichts mehr passieren, da die Anzahl der Laufsiege dann gezählt wird, und da führt Daiders 6:0. Ansonsten verlief der zweite Lauf fast genauso wie der erste, die Spitze eilte vorne weg und im Mittelfeld spielten sich die sehenswerten Duelle ab. Den schönsten Zweikampf lieferten sich über mehrere Runden #37 Morch/Nicke und #68 Benjamin Weiss (A)/Patrick Schneider (A). Die beiden jungen Österreicher hatten am Ende aber dann doch keine Chance gegen den erfahreneren Morch und mussten sich nach tollen Kampf geschlagen geben. Ein tolles Bild dann im nach dem Zieleinlauf, beide Teams beglückwünschten sich zu ihrer tollen Leistung und alle hatten sichtlich ihren Spass bei diesem Duell. Pech hatten dagegen #71 Silvio Senz (D)/Patrick Leskow (D) die in der ersten Kurve nach einer leichten Kollision mit #37 Morch/Nicke auch einen Defekt an der hinteren Bremsleitung hatten, und dadurch in der nächsten Kurve dann aufgrund der nicht funktionierenden Hinterradbremse geradaus ins Buschwerk schossen, und damit dann Rennen für die beiden leider beendet war. Zum Glück ist aber beiden nichts weiter passiert, allerdings war mit diesem Defekt an eine Weiterfahrt nicht zu denken. Auch #88 Richter/Warminski schlugen sich wacker. Nachdem sie wieder einen tollen Start hingelegt hatten und sogar als vierte aus er ersten Runde wieder kamen, mussten die beiden aber durch die Verletzung von Beifahrer Tino das Tempo rausnehmen und vielen so noch bis auf den elften Rang zurück. Für die Umstände allerdings am Ende ein akzeptables Ergebnis. Der Tagessieger in der Pokal-Klasse hießen wiederum wie schon in Teutschenthal #83 Tobias Garhammer (D)/Ronny Benning (D). Mit Rang 14. im ersten und Rang 13. im zweiten Lauf zeigten die beiden jungen Deutschen zwei richtig gute Rennen, und ließen einige gestandene DM-Teams und auch einige WM-Teilnehmer hinter sich. So dürfte für Tobias Garhammer, der im kommenden Jahr mit Michael Klooz fahren wird, sicher auch der Aufstieg in die A-Lizenz der nächste logische Schritt sein. In der Gesamtwertung der B-Lizent sprich des Deutschen Motocross-Pokals liegen #83 Garhammer/Benning jetzt noch 12 Pkt. hinter #111 Schmelzer/Karnatz. Das Finale der DM findet am 19.08.12 in Geisleden statt. Dort entscheidet sich dann noch wer in der B-Lizenz-Klasse den Deutschen Motocross-Pokal gewinnt. Auch besteht für einige Teams in der int. DM noch die Möglichkeit im Gesamtklassement aufs Treppchen zu fahren. Meistertitel und Vize sind allerdings schon vergeben. Mit guten Aussichten auf Rang drei kämpfen aber noch insgesamt 3 Teams. Auf die große Baltikum-Tour zu dem WM-Läufen nach Estland, Russland und Lettland gehen allerdings aus Deutscher Sicht nur das Team 34 Faustmann/Koch, sowie Beifahrer Raphael Markert vom Team #14 Bürgler.

Mit einem Paukenschlag endet das allgemeine Rätselraten, wer denn nun als Ersatz für den verletzten Kenny van Gaalen (NL) zu Daniel Willemsen (NL) ins Boot steigt. Es ist der junge Lette Lauris Daiders. Bereits am kommenden Wochenende 21./22.07.12 beim DM-Lauf in Strassbessenbach wird das neue Team #1 Daniel Willemsen (NL)/Lauris Daiders (LV) an den Start gehen. Damit ist aber auch klar, dass das Team #2 Daiders/Daiders sich trennt. Der Vizeweltmeister von 2011, hilft dem Weltmeister!

In einem persönlichen Gespräch mit der Redaktion von www.sidecarcross-action.de teilte der Sponsor der Daiders Brüder, Uli Mack, gestern Abend mit, dass man in einer Teamsitzung zu dem Entschluss gekommen ist, die Saison frühzeitig zu beenden, und stattdessen den 9-fachen Weltmeister Daniel Willemsen zu unterstützt. “Unsere Saison in der WM verlief bisher eher enttäuschend“, sagte Hauptsponsor Uli Mack “nach der Vizeweltmeisterschaft im letzten Jahr wollten die Jungs dieses Jahr um den Titel kämpfen, doch leider ist schon seit Beginn der Saison in der WM der Wurm drinnen. Und jeder in der Szene weiß, dass zu Daniel Willemsen nicht jeder ins Boot steigen kann. Lauris bringt die Fitness und auch das Können mit, und ist dieser Aufgabe absolut gewachsen. Er wird bei Daniel darüber hinaus auch noch viel lernen können. Und so hat zumindest einer der beiden Daiders Jungs die Chance, Weltmeister zu werden.“ Das beste Ergebnis in der diesjährigen WM der beiden Daiders war bisher ein dritter Platz im 1. Wertungslauf in Kramolin (CZ). Sonst fand man sich immer zwischen Rang 5 bis 10 wieder. Meistens begann das Drama schon in den Qualiraces. Sehr oft waren die Daiders Brüder in Startunfälle verwickelt und mussten sich so immer von hinten nach vorne kämpfen und hatten so meistens schon bei der Startaufstellung zu den Wertungsläufen das nachsehen. Und auch hier waren sie des Öfteren die Leidtragenden, und steckten mitten im Getümmel. Wie z.B. in Genk wo sie sich in beiden Läufen jeweils nach dem Start von Platz 20 oder noch schlechter wieder nach vorne arbeiten mussten, die Spitze dann aber schon weg war. Dass Janis und Lauris Daiders auch in diesem Jahr das Tempo der Weltelite mitgehen können, zeigten sie an den Zeiten in den Freien Training und Pre-Qualis wo sie meistens vorne dabei waren. Aber auch in den Läufen zur int. Deutschen Meisterschaft, wo wie in Wächtersbach-Aufenau, Schopfheim oder Teutschenthal jeweils die Top 5 der WM am Start waren, zeigten Sie das sie es können und waren immer untern den ersten drei Rängen. Was also in der int. DM passte, passte aber leider in der WM irgendwie nicht.

Dafür konnte Daniel Willemsen sein Glück kaum glauben, als er vom Team Daiders angeboten bekam, mit Lauris die Saison zu Ende zu fahren. Noch mal Sponsor Uli Mack: “Ich kenne Daniel nun auch schon einige Zeit persönlich, aber so oft Danke wie er gestern gesagt hat, habe ich es insgesamt noch nie von ihm gehört. Aber auch Fahrer Janis steht zu 100% hinter der Entscheidung des Teams, und stellt seine eigenen Ansprüche zurück.“ Und Daniel Willemsen hat auch gleich seine Unterstützung zugesagt, für die beiden letzten DM-Läufe in Strassbessenbach und Geisleden für Janis Daiders einen Ersatzbeifahrer zu besorgen. Daniel Willemsen will bei Maris Rupeiks (LV) anfragen, ob Rupeiks seinen Beifahrer Elvijs Mucenieks (LV) zumindest für kommendes Wochenende in Strassbessenbach abstellen würde. Falls dies nicht der Falls sein sollte, dann wird Janis Daiders nach jetzigem Stand am Wochenende auch nicht an den Start gehen. Momentan haben die Daiders Brüder in der int. DM 45 Pkt. Vorsprung auf die dahinter liegenden #14 Andy Bürgler (CH)/Raphael Markert (D), bei noch vier ausstehenden Wertungsläufen, bei denen noch 100Pkt. zu vergeben sind. “Im Normalfall, sollte aber dann ein Start in Geisleden machbar sein, falls nicht mit Elvijs Mucenieks, dann aber mit Lauris, damit die Titelverteidigung der Deutschen Meisterschaft unter Dach und Fach gebracht werden kann.“, so Sponsor Uli Mack. Somit darf man gespannt sein, wie gut das neue Team Willemsen/Daiders auf Anhieb harmoniert. Daher wird Daniel auch heute für den DM-Lauf in Strassbessenbach melden, um unter Wettkampfbedingungen mit Lauris Daiders zu trainieren. Denn nächstes Wochenende steht der GP in Kivioli (Estland) auf dem Programm.