Andre Saam (D) beendet seine Karriere

Tja liebe Sidecarcross-Fans ein schwarzer Tag für den Seitenwagensport ganz besonders aus deutscher Sicht, denn mit Andre Saam (D) beendet einer der symphatischsten und besten Linksboot Beifahrer aus beruflichen Gründen seine Karriere. Im nachfolgenden hier für euch der offizielle Pressetext, von Andre Saam (D) selbst verfasst:

Hallo liebe Sponsoren, Fans, Freunde und allen anderen Motocrossbegeisterte,

ich möchte mich auf diesem Wege persönlich bei Ihnen/Euch verabschieden – da ich meine Karriere nun endgültig beenden werde. Für das Jahr 2010 waren die deutsche Meisterschaft und die beiden deutschen Weltmeisterschaftsläufe geplant, was sich dann aufgrund eines positiven Sponsorings veränderte und nun eine gesamte WM-Saison möglich ist. Da ich im beruflichen Bereich einen großen Karriereschritt vollzogen habe und nun Fuhrparkleiter in einer Spedition mit einem Verantwortungsbereich von 54 Mitarbeitern bin, musste ich mich für einen Weg entscheiden. Daher ist es leider unmöglich, diese beiden Bereiche mit WM-Teilnahmen zu verbinden und somit musste ich diese schwere Entscheidung treffen, was mich selbstverständlich sehr mitnimmt und mir nicht einfach gefallen ist.

Jedoch bringt diese Entscheidung auch positive Aspekte mich sich, was sich vor allem im privaten Bereich niederschlagen wird. Hier kann ich nun mehr Zeit mit meiner Verlobten verbringen, worüber ich mich sehr freue! Ebenfalls kann ich mit meinen Freunden mehr unternehmen und Dingen nachgehen, wozu ich die letzten Jahre nicht wirklich Zeit hatte (Reisen, andere Sportarten). Natürlich werde ich vom Motocrosssport nicht ganz loslassen und habe mir aus diesem Grund ein Quad gekauft.

Ich blicke auf eine 10-jährige Karriere mit sehr vielen Höhen und einigen Tiefen wie einige Verletzungen und Ausfälle zurück, was dieser Sport natürlich mit sich bringt. Begonnen hat alles 1999, als Steffen Metz und ich ein Gespann zur Verfügung gestellt bekamen und schnell gut zurechtkamen. Dies spiegelte sich im Jahr 2002 mit der Deutschen Amateurmeisterschaft wieder. In diesem Jahr begann ich auch an Deutschen- und Weltmeisterschaftsläufen teilzunehmen und wurde mit den ersten WM-Punkten belohnt. Ein Highlight war 2003, als ich einen überraschenden Anruf von Marko Happich bekam mit der Anfrage, an der Team-EM im niederländischen Oss teilzunehmen. Dieses Angebot lehnte ich natürlich nicht ab und mein größter Erfolg zu diesem Zeitpunkt sprang mit dem Vize-Europameisterschaftstitel heraus. Mitte 2004 beendete Steffen überraschend seine Karriere, doch kurz darauf meldete sich Martin Walter und wir vereinbarten in Reutlingen zusammen zu fahren. Von diesem Zeitpunkt an entwickelte sich nicht nur eine super Freundschaft, sondern wir wurden auch von Jahr zu Jahr erfolgreicher. Im letzten Jahr fand das Ganze seinen Höhepunkt als wir beim Weltmeisterschaftslauf in Rudersberg den 4. Gesamtplatz belegten und im zweiten Lauf auch den 4. Platz einfuhren! Wenige Wochen später gewannen wir beide Läufe beim DM-Saisonabschluss in Warching, was auch unser letztes gemeinsames Rennen bedeutete. Besonderer Dank gilt hier an dieser Stelle unseren beiden Frauen, die in den letzten Jahren sehr viel Zeit ohne uns verbringen mussten, um uns diese Erfolge zu ermöglichen. Doch natürlich ohne unser großartiges Team um Markus, Kalle, Matthias, Gerhard, Thomas und alle anderen Helfer wäre dies nicht möglich gewesen. Um diese Teamkonstellation- und Gemeinschaft beneideten uns viele – VIELEN DANK! Markus begleitete mich schon bei meiner Zeit mit Steffen Metz, thanks! Unsere Sponsoren sind natürlich auch sehr wichtig und dürfen an dieser Stelle nicht vergessen werden, da Sie uns die finanziellen und materiellen Mittel zur Verfügung stellten. Hier auch ein großes Dankeschön!

Meiner Familie gilt es zum Schluss Danke zu sagen. Meiner Mutter, die mir die Arbeiten zu Hause abnahm und meinem Vater, der auf viele Rennen begleitete und mir immer zur Seite stand.

In diesem Sinne will ich mich auch verabschieden, natürlich nicht für immer – da ich mich 2010 auf einigen Rennen blicken lassen werde.

Gruß André