Neuer Zweitakter von MTR

Kenner der Sidecarcross-Szene verbinden mit dem Kürzel MTH den Namen Josef Hattinger. Der österreichische Ingenieur tunte Anfang der 90er Jahre die damaligen 500ccm³ KTM-Zweitakter zu Gespannmotoren, wenig später folgte ein eigenständiges Triebwerk. Die MTH-Einzylinder sind im Zweitaktsegment bis heute die einzige Konkurrenz für die Triebwerke von Zabel. Nachdem es einige Zeit recht ruhig um die Firma in Obertrum war, die auch für Supermoto-Maschinen und Ultralight-Flieger Motoren anbietet, will sich Hattinger nun wieder intensiv in der MX-Szene engagieren. Dazu hat er sich unter das Dach des Metallurgie-Unternehmens Rübig begeben, daher ist aus MTH nun MTR geworden. „Wir haben schon lange Jahre zusammen gearbeitet.

Geliefert wird der Zweitakter mit 650 ccm³ oder 700 ccm³ Hubraum, letzterer mit 100 mm Bohrung und 89 mm Hub. Eine verstärkte Kupplung und ein überarbeitetes Vierganggetriebe von einem neuen Zulieferer kennzeichnen den Antriebsteil. Abgestimmt auf das Triebwerk gibt es einen Spezialauspuff sowie einen Membranvergaser aus eigener Fertigung. Angedacht ist auch eine Kraftstoffeinspritzung, wobei deren Realisation bei solch einem Zweitakter technisch schwierig zu beherrschen ist. Der 700 ccm³ soll ab 4250 Euro kosten, die ersten Motoren wird es allerdings zu einem günstigeren Einführungspreis geben.