#2 Daiders – Daiders (LV) in Schnaitheim trotz Verfolgung vierer Linksboot-Gespanne souverän

Zum zweiten Lauf zur int. Deutschen Meisterschaft kamen am heutigen Sonntag insgesamt 28 Teams nach Schnaitheim bei Heidenheim. Der Wettergott hatte wie bereits

beim WM-Lauf letztes Wochenende im holländischen Oldebroek auch heuer wieder keine gute Laune. Trotz konstantem Nieselregen über den ganzen Tag, war die Veranstaltung wie fast jedes Jahr sehr gut besucht. Der Nieselregen machte die Rennstrecke an einigen Stellen dann aber doch sehr rutschig und schlammig. Die Fahrer, die am Ende der Wertungsläufe noch eine Brille mit einigermaßen guter Sicht besaß, hatte doch einen gewissen Vorteil.

Quali + 1. Lauf

In einer anderen Liga befinden sich zur Zeit #2 Janis und Lauris Daiders aus Lettland. Die Deutschen Meister und Vizeweltmeister von 2011 waren einfach konkurrenzlos, und gewannen beide Wertungsläufe jeweils mit ungefährdeten Start/Ziel Siegen. Spannung war lediglich auf den Plätzen dahinter. Zum ersten Mal am Start in diesem Jahr waren #37 Thomas Morch (D) – Stefan Nicke (D), die nach Thomas Morch’s langwieriger Knieverletzung aus dem letzten Jahr erst am Osterwochenende ihre erste Trainingseinheit bestreiten konnten. Dazu kam noch der Umstieg auf einen 4-Takt KTM Motor. Trotz massivem Trainingsrückstand fuhren die beiden auf sehr respektable Ränge zehn und sieben. In beiden Läufen erlebten die zahlreichen Zuschauer an der Strecke einen tollen Kampf der Linkboot-Gespanne. Mit #50 Martin Walter (D) – Andre Saam (D) und #14 Andy Bürgler (CH) – Raphael Markert (D), sowie #19 Henrik Söderqvist (S) – Tim Gustavsson (S) und natürlich #8 Marko Happich (D) – Martin Betschart (CH) kämpften gleich 4 Teams mit Linksboot um die Plätze zwei bis fünf. Am besten schnitten dabei #14 Bürger – Markert ab, die im 1. Wertungslauf auf Rang drei und im 2. Wertungslauf dann auf Rang zwei fuhren und sich so den zweiten Platz in der Tageswertung sicherten. Mit Rang zwei und vier zeigten #50 Walter – Saam, dass sie nach zuletzt zwei Seuchenjahren mit vielen Verletzungen heuer wieder in absoluter Topform sind.

Wie schon letztes Wochenende in Holland waren #19 Söderqvist – Gustavsson heute bärenstark. Und das nach all dem Chaos der letzten Wochen, die das Team erlebte. Auf der Heimfahrt vom GP in Frankreich ging der Teambus kaputt (Motorschaden), die Millard Brothers aus England nahmen die gestrandeten Schweden mit nach Holland. Und der ehemalige Sidecarcross Frank Hoffmann fungierte in Schnaitheim wie bereits auch schon in Holland als Mechaniker – assistiert vom ehemaligen deutschen Spitzenfahrer Weinmann –  und Hotelier mit seinem Teambus. Mit über einer halben Runde Rückstand gingen sie im 1. Wertungslauf nach einen Problem am Start ins Rennen und pflügten am Ende noch bis auf Rang sechs nach vorne. Dabei lieferten sie sich dann über mehrere Runden ein spannendes Duell um Rang sechs und sieben mit #47 Kevin Bitsche (A) – Johannes Vonbun (A). In der drittletzten Runde kamen #47 Bitsche – Vonbun nach einem Sprung in der darauffolgenden Rechtskurve ins schlingern und überschlugen sich über den Beiwagen, wobei es Beifahrer Johannes Vonbun direkt auf die Idealspur schleuderte und die direkt hinter den Österreichern fahrenden #19 Söderqvist – Gustavsson hatten trotz sofort eingeleiteter Notbremsung und versuchtem Ausweichmanöver keine Chance und überrollten Johannes Vonbun.

Dieser konnte nach einiger Behandlungszeit durch die Sanitäter zumindest selbstständig wieder ins Fahrerlager laufen, fuhr dann aber mit starken Schmerzen in der Schulter zur Vorsorgeuntersuchung ins Krankenhaus. An dieser Stelle alles gute und eine schnelle Genesung. #8 Happich – Betschart bissen sich derweil an dem jungen Belgier #36 Andreas Clohse mit seinem deutschen Beifahrer Marco Godau die Zähne aus, und kamen so am Ende auf den fünften Rang im 1. Wertungslauf. Der Abstand der Spitzengruppe zu den Teams im Mittelfeld war dann schon sehr beträchtlich. Und auch die meist jungen Nachwuchstemas, die mit ihrer B-Lizenz in der Wertung des Motocrosspokals fuhren, mussten trotz ihrer Positionskämpfe immer auch den Blick nach hinten haben, falls ihre überrundung durch die Spitzengruppe anstand. Hierbei sei allerdings mal lobend erwähnt, dass die B-Lizenz Teams bei den Überrundungen immer fair Platz machten und auch auf die entsprechenden blauen Flaggen oder Handzeichen der Streckenposten reagierten.

2. Lauf

Im 2. Wertungslauf fuhren die beiden Schweden #19 Söderqvist – Gustavsson dann auf den dritten Podestplatz hinter den zweitplazierten #14 Bürgler – Markert, und vor #50 Walter – Saam. Diese wiederum konnten erfolgreich alle Angriffe von #8 Happich – Betschart abwehren, die damit auch im zweiten Lauf nicht über Rang fünf hinaus kamen. Insgesamt kämpften diese 4 Teams fast über die gesamte Renndauer des 2. Wertungslaufes um die Plätze. Die meisten Punkte in der B-Lizenz Wertung des Deutschen Motocross Pokals holten sich wie bereits in Dolle #44 Sebastian Engelbrecht (D) – Andreas Hegewald (D). Weiter geht es nun bereits kommendes Wochenende beim 3. Lauf zur int. Deutschen Motocross Meisterschaft in Wächtersbach/Aufenau.