4. DM-Lauf Geisleden / #8 Bürgler-Betschart dominieren erneut

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus, so ein altes Sprichwort. Nachdem im Vorfeld zum 4. DM-Lauf in Geisleden viel über die hohe Zahl der Meldungen (44), sowie der Ankündigungen das #5 Marko Happich und #1 Daniel Willemsen kommen werden, hatte sich das ganze am Sonntag morgen dann doch wieder etwas relativiert. Daniel Willemsen fand keinen Beifahrer und das ein oder andere Team den Weg doch nicht nach Geisleden. #5 Marko Happich allerdings blieb seiner Ankündigung treu und nutzte zusammen mit Meinrad Schelbert bereits die beiden freien Trainings am Samstag zu ersten „Warmfahren“. So blieben am Ende 36 Teams übrig, die bei sehr windigen und stark bewölktem Wetter in zwei Qualifikationsgruppen den besten Startplatz zu ergattern. Aber der Veranstalter hat es trozalldem wieder geschafft ein tolles Event auf die Beine zu stellen. Leider ist der erhoffte Zuschauerzuspruch – sicher bedingt durch das wechselhafte nass/kalte Wetter am Vormittag – dann doch ausgeblieben. Leider gab es bereits in der Quali einen heftigen Sturz vom Pokal-Team #68 Schuricht/Hanke, bei dem Beifahrer Markus Hanke mit Beckenbruch ins Krankenhaus gebracht werden musste. Auf diesem Wege wünschen wir eine schnelle Genesung. die Pole-Position holten sich etwas überraschend #34 Weiss/Schneider vor #17 van Werven/Beunk.

Einmalige Spassaktion von Mako Happich

Happisch/SchelbertIn einen Gespräch mit Marko Happich gab dieser ein paar Hintergründe wie es dazu kam, dass er heute hier am Start ist. Im Grunde war Beifahrer Meinrad Schelbert der Auslöser, als dieser Marko von einiger Zeit anrief und sagte, dass er so oder so in Geisleden sein wird, und ob sie nicht zusammen das Rennen fahren wollen. Nach einigem überlegen, fand Marko diese Idee sehr interessant und rief daher direkt beim Vorstand vom MSC Geisleden Hartmut Lerch an und fragte, ob er starten dürfte. Schnell wurde noch die Lizenz beantragt und so war das Kurz-Comeback perfekt. Allerdings wird es bei dieser einmaligen Sache, die Marko im übrigen genauso wie Meinrad als reine Spass-haben-Aktion ansieht, bleiben. Auch wird man im Rennverlauf sicherlich nicht erwarten dürfen, dass die beiden mit vollem Risiko fahren werden. Aber im gesamten ist es doch eine sehr tolle Sache sowohl für den Veranstalter als auch für die Fans. Und so manch junges Nachwuchsteam, was erst neu in der DM vertreten ist, kann so dann einmal sagen, mit einem der besten deutschen Seitenwagencrosser in einem Rennen gefahren zu sein. Weiter verriet Marko Happich noch, dass er sonst das doch recht stressige Leben mit Beruf und Motocross nicht wirklich vermisst. Trotzdem hat er sich nach dem Entschluss heute in Geisleden zu fahren doch noch mit einigen zusätzlichen Einheiten Fitnesstraining vorbereitet. Trotzdem sagte Marko Happich kurz vor dem 1. Lauf während der Startaufstellung, dass er sich jetzt schon Angst vor dem Muskelkater von morgen hat.

Alle jagen #8 Bürgler/Betschart

Pünktlich zum 1. Start klarte dann auch das Wetter etwas auf, und die Sonne kam mehr und mehr hervor, und die Strecke war in fast perfektem Zustand. Nach zuviel Wasser von oben gestern, staubte es an einigen Streckenabschnitten schon im 1. Lauf. Mit einem ungefährdeten Start/Ziel Sieg gewannen die akteullen Meisterschaftsführenden #8 Bürgler/Betschart den 1. Lauf. Schnell hatten sich die beiden Schweizer einen komfortablen Vorsprung rausgearbeitet, den sie dann bis ins Ziel sicher verteidigten. Dahinter aber entbrannte toller Dreikampf und die weiteren zwei Podestplätze zwischen #23 Walter/Vonbun und #17 van Werven/Beunk, sowie #5 Happich/Betschart, die überraschenderweise gut mithalten konnten. Zeitweise dicht an dem Duo dran, steckten #5 Happich/Schelbert dann aber doch gegen Rennende zurück und fuhren den vierten Platz nach Hause. Für die Wertung in der DM hast dies aber keine Bedeutung, da Marko Happich mit einer Tageslizenz fuhr, und daher keine Punkte erhält. Alle dahinter liegenden Teams rücken damit automatisch auf. Auch um die Plätze 5-8 wurde hart aber fair gekämpft, mit dem besseren Ende für #49 Garhammer/Klooz, die alle Angriffe von #26 Morch/Godau abwehren konnten, während diese am Ende sogar noch von #34 Weiss/Schneider kassiert wurden und somit hinter den beiden Österreichern nur siebte wurden. Der erst 17-jährige Niederländer #72 Koen Hermans mit Kenny van Gaalen im Boot hielten sich lange Zeit auf Rang fünf, mussten aber am Ende als achte doch abreißen lassen. In der Pokal-Wertung konnten einmal mehr #911 Peter/Ohl als 18. die meisten Punkte für die Gesamtwertung holen.

Gleicher Sieger, dahinter Plätzetausch

Durch zwei weitere Stürze im 1. Lauf, waren die beiden Teams #123 Cermak/Brezina (Knieverletzung Beifahrer) und die einzigste Frau im Starterfeld #194 Sabrina van Calster/L.Hendrickx (Handverletzung Fahrerin) nicht mehr am Start. Allerdings wiederholte sich hier in der ersten Kurve das gleiche Bild wie im 1. Wertungslauf zuvor, den Holeshot holten sich #8 Bürgler/Betschart vor #23 Walter/Vonbun und fuhren in nur 3 Runden einen knapp 15 Sekunden Vorsprung raus. Dieser war dann aber nach einem Fahrfehler schnell wieder bei Null, am Ende reichte es dann aber wiederum für einen souveränen Sieg der beiden Schweizer und führenden in der Gesamtwertung. Den zweiten Rang konnten #23 Walter/Vonbun bis kurz vor Ende des Rennens nach harten Kampf gegen #17 van Werven/Beunk noch verteidigen, am Ende fanden die beiden Holländer aber doch noch eine Lücke und zogen vorbei. Wieder eine sehr starke Vorstellung mit Rang vier zeigte der junge #72 Hermans/van Gaalen. Einen Plätzetausch machten #49 Garhammer/Klooz als sechste, die diesmal hinter #26 Morch/Godau ins Ziel kamen. Pech hatte dagegen der Gaststarter #5 Marko Happich, der auf Rang 5 liegend in der neunten Runde mit plattem Vorderreifen aufgeben musste. Bestes Pokal-Team wurden im 2. Wertungslauf die auch momentan in der Gesamtwertung Führenden #60 T.Hannuschke/Friedrisszyk vor dem jungen Marburger #911 Adrian Peter.

Am 01.06.14 geht die int. dt. Meisterschaft dann im Baden-Würtembergischen Reutlingen in die 5. Runde. Auf der WM-Strecke des MSC Reutlingen nähe Stuttgart geht es dann wieder um wertvolle Punkte in beiden Serien.