Schopfheim 25.05.08 / Brustmann – Urich mit klassischem Start/Ziel Sieg im 1. Wertungslauf

Leider waren heute in Schopfheim beim Lauf zur int. Deutshen Meisterschaft im Seitenwagen Motocross nur 25 Gespanne am Start. Weder ein Holländische noch ein Belgische Team war anwesend, denen wahrscheinlich der Stressfaktor nach dem WM-Lauf in Chernivtsi (Ukraine) zu groß war. So bat sich einingen Teams, die sonst eher zu der Kategorie „Hurra wir sind dabei“ gehören, und diesmal die Chande hatten, fette Beute zu machen und sich vielleiht den einen oder anderen DM-Punkt zu ergattern. Und wer am morgen beim Blick auf die STarterliste und anschließendem Blick in den Himmel, noch dachte heute wahrscheinliche einen seh langweiligen Renntag zu erleben, der sollte sich gehörig täuschen, ich nehme hier nur kurz vorweg, dass heute sich der wohl beste und spannendste Wertungslauf der letzten 12 Monate ereignen sollte. Aber der Reihe nach:

Nachdem die Qualifikation am Morgen nach staken Regenfällen in der Nacht, mehr einer Rutschepartie als einer Qualifikation glichen, schafften es aber der Deutsche Meister von 2006 Josef Brustmann mit Beifahrer Stefan Urich sich die freie Auswahl am Startgatter zu erfahren. Und diese Auswahl war gar nicht so unwichtig, da der komplette Starthang von den Bäumen verdeckt im Schatten lag, und nur sehr langsam abtocknete und an manchen Stellen wirklich wie Schmierseife und ohne jedlichen Grip war. Dahinter spielte sich der übliche Ablauf einer Qualifikation in der int. Deutschen Meisterschaft ab, und der ist folgender: Bertram Martin – Bruno Kälin dümpeln 28min auf der Strecke rum und fahren in den allerletzten 2min der 30min Qualifikationszeit eine schnelle Runde mit der sie immer unter die Top 3 kommen, und in der zwischenzeit fährt Alois Wenninger mit Mario Wohlfahrt im Boot ein paar gemütliche „Besichtigungsrunden“ um dann mit einer oder maximal zwei schell gefahrenen Runden eine Rundenzeit hinzuzaubern, die ebenfalls immer zu einem Platz unter den Top 3 reicht – minimalster Aufwand –> maximalsten Ertrag….. und hinter diesen 3 entscheidet dann die Tagesform zwischen Martin Walter – Ande Saam (heute als vierte nach dem Quali), Marko Happich – Meinrad Schelbet (heute als fünfte), Andy Bürgler mit seinem neuen Beifahrer Daniel Heinzer aus der Schweiz (heute mit Startplatz 5) und Thomas Morch – Marius Strauss (heute als sechste mal hintendran), wie die Reihenfolge der genannten Teams zum Startgatter ist…. und wer sonst noch mit am Start ist darf sich dann bitte hinten anreihen! 😉

Ein ebenfalls gewohntes Bild, mit reichlich deja-vu Eigenschaften war der Start zum ersten Wertungslauf, Josef Brustmann schmeist seinen „Dampfhammer“ an, Stefan Urich nimmt Haltung an, und ab geht die Post den schmierigen Starthang hoch, als erster durch die erste Kurve, als erster die erste Runde abgeschlossen und mit ordentlichem Vorsprung von fast 20sek. als erster durchs Ziel zu fahren, scheint ja ganz einfach zu sein…. Dafür bekamen die Zuschauer eine echt packenden Fünfkampf (Happich/Walter/Bürgler/Weninger/Martin) um die Platze 2-4, welcher zum Schluss in einen Herzschlagfinalen Dreikampf und einer Zieldurchfart in der Reihe Bertram Martin – Bruno Kälin auf Rang 2., vor Martin Walter – Andre Saam als 3., die den Atem von Marko Happich – Meinrad Schelbert im Nacken spürten, da alle 3 Temans innerhalb von 4sek. ins Ziel kamen. Andy Bürgler – Daniel Heinzer mussten etwas abreißen lassen, wurden aber gute fünfte, und der zuerst auf Rang 6 geführte Alois Wenninger mit Mario Wohlfahrt im Seitenwagen, wurde nachträglich disqualifiert, da er die beiden in der letzten Runde aufgrund eines technischen Problem, die Strecke abkürzten und sich so unrechtmäßig einen Vorteil verschafften. Die Teams dahinter freuten sich so, nachträglich noch einen Punkt zusätzlich zu bekommen. Der 1. Wertungslauf war trotz seiner nur 25 Startern und mit einem Ausfall, äusserst abwechslungsreich und bot mit vielen Positionswechseln und Überholmanövern den Zuschauern ein Spektakel.

Die großen Pechvögel des heutigen Tages waren eindeutig Jens Bochmann – Sandro Michelotto, die schon in der Quali mit „Rauchzeichen“ ihres KTM (4-Takter) die Vorboten eines kapitalen Motorschadens, der dann in Runde 5 des ersten Wertungslaufes folgte, erahnen konnten, und dadurch beim zweiten Lauf nicht mehr an den Start gehen konnten.